»Malende Musiker – musizierende Maler«

Besichtigung der Ausstellungen / Öffnungszeiten

Für die Ausstellungen im Rahmen der Ausstellungsreihe »Malende Musiker – Musizierende Maler« gibt es keine feststehenden Öffnungszeiten.

In den Räumen der Landesmusikakademie finden vorrangig Meisterkurse, Proben, Seminare und Unterricht statt. Daher bitten wir interessierte Besucher um Verständnis, dass eine Besichtigung der ausgestellten Kunstwerke außerhalb öffentlicher Veranstaltungen leider nur eingeschränkt möglich ist. Um Ihnen dennoch eine Besichtigung zu ermöglich, vereinbaren Sie bitte unter (034381) 469575 wochentags von 9–15 Uhr einen Termin.

Ansprechpartner

Matthias Pagenkopf (Sächsischer Musikrat)

Telefon: (0351) 802 42 80
E-Mail: pagenkopf©saechsischer-musikrat.de

XII. Wolfgang Max »Alles bleibt, aber alles ändert sich«

Wolfgang Max »Alles bleibt, aber alles ändert sich«
Malerei & Grafik

24. September 2017 bis März 2018

»Alles bleibt, alles ändert sich« – unter diesem Titel steht in der Landesmusikakademie Sachsen auf Schloss Colditz die aktuelle Ausstellung im Rahmen der Reihe »Malende Musiker – musizierende Maler«. Damit findet die mittlerweile etablierte Ausstellungsreihe ihre nunmehr zwölfte Fortsetzung. Und wieder ist es ein Orchestermusiker, der seine bildkünstlerischen Arbeiten in den schönen Räumen der Landesmusikakademie zeigt. Der mit seinem Atelier im Bahnhof Beucha ansässige Künstler Wolfgang Max spielt im Hauptberuf Bratsche im mdr-Sinfonieorchester. Zu sehen ist in Colditz ein repräsentativer Ausschnitt seines vielfältigen Schaffens in Malerei und Grafik, darunter mehrere Werke, in denen er sich mit dem Mythos des »Heiligen Sebastian« beschäftigt.

XI. Yasushi Iwai »Yume 夢 Träume«

Yasushi Iwai »Yume 夢 Träume«
Malerei und Grafik

4. September 2016 bis 4. Dezember 2016*

Der in Japan geborene und in Dresden lebende Maler, Grafiker und Musiker Yasushi Iwai brachte mit seiner Ausstellung »Yume 夢 Träume« – zumindest optisch – ein neues Genre in die Landesmusikakademie: den Tanz. Seine dem gegenständlichen Stil zuzuordnenden Arbeiten sind Portraits und Körperstudien von Tänzerinnen und Tänzern. Im Rahmen der Vernissage war der Künstler auch selbst am Cembalo musizierend zu erleben. Als studierter Kirchenmusiker ist er gleichermaßen malender Musiker, wie er als freischaffender Maler auch malender Musiker ist.

* Die ursprünglich bis 1. März 2017 geplante Ausstellung wurde auf Wunsch des ausstellenden Künstlers zum 4. Dezember 2016 vorzeitig beendet.

X. Dietmar Hallmann »espressivo«

Prof. Dietmar Hallmann »espressivo«
Malerei

31. Januar 2016 bis 30. August 2016

»espressivo« – unter diesem Titel firmierte die 10. Ausstellung der Reihe »Malende Musiker – musizierende Maler«". Der Leipziger Musiker und Maler Dietmar Hallmann zeigt farbintensive Arbeiten, die häufig musikalisch inspiriert sind. Das ist nicht verwunderlich, war doch der emeritierte Professor Hallmann zeit seines Berufslebens leidenschaftlicher und erfolgreicher Musiker. Bereits mit 22 Jahren trat er als Geiger in den Dienst des Gewandhausorchesters Leipzig, bevor er später auf die Viola wechselte und Solobratscher dieses renommierten Klangkörpers wurde. Als solcher war Hallmann lange Jahre Mitglied des Gewandhausquartetts. Erst mit dem Eintritt in das Rentenalter entstanden für ihn Freiräume, die er nutzte, um sich seiner weiteren Leidenschaft, dem Malen, zu widmen.

Im Rahmen der Vernissage führte die Diplommalerin Britta Schulze in das bildkünstlerische Schaffen Dietmar Hallmanns ein, der diese Veranstaltung mit eigenen musikalischen Beiträgen bereicherte.

IX. Martin Morgenstern »PORTO«

Dr. Martin Morgenstern »PORTO«
Collagen

16. April 2015 bis 20. Januar 2016

Tausende Queens auf Schloss Colditz – Zu den Feierlichkeiten in Stadt und Schloss Colditz anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes in den nächsten Wochen wird sie leider nicht persönlich anwesend sein, doch in der Landesmusikakademie Sachsen ist sie trotzdem tausendfach zu sehen: Queen Elisabeth II. Die englische Königin ist nämlich auf einer Dauermarkenserie des Vereinigten Königreiches abgebildet, und diese Briefmarken hat der Dresdner Künstler und Musiker Martin Morgenstern zu großformatigen Bildern »komponiert«. In der neunten Ausstellung »Malende Musiker – Musizierende Maler« sind die Collagen ab dieser Woche in den Räumen der Landesmusikakademie Sachsen ausgestellt.

Seit 1967 wurde dieses Portrait der Queen, das Sir Arnold Machin gestaltete, in Porto-Werten von einem Halfpenny bis zu fünf Pfund Sterling mit über 150 verschiedenen Farbhintergründen ausgegeben: von hellgelb und orangebraun über lachsrosa, kobaltblau, limonengrün und ziegelrot bis moosgrün, mauve und amethystfarben … Was sammelverrückte Philatelistenherzen schon einmal schneller schlagen lässt, war für den Dresdner 2011 Anlass, das Auftragswerk einer Internetfirma mithilfe einer Palette von 2.250 farbigen Machin-»Pixeln« zu gestalten.

Die Beschäftigung mit wiederkehrenden Reihen, mit subtilen Variationen und minimalistischen Strukturen: die treibt den studierten Musikwissenschaftler und Musikkritiker, der im laufenden Sommersemester unter anderem einen Lehrauftrag an der Katholischen Universität in Eichstätt innehat, auch in der Musik manchmal um. »Das stundenlange meditative Sortieren und allmähliche ›Komponieren‹ der Markenbilder nach verschiedenen Ideen und Algorithmen aus meinem Fundus von mittlerweile knapp 300.000 englischen Briefmarken, während die ›Berliner Messe‹ von Arvo Pärt, ›Different Trains‹ von Steve Reich, Responsorien von Carlo Gesualdo oder die Radiohörspiele von Glenn Gould laufen: das hat für mich einen fast therapeutischen Effekt«, lächelt Martin Morgenstern.

VIII. »generation selfie« (Gemeinschaftsausstellung)

Gemeinschaftsausstellung von Schülerinnen und Schülern des Sächsischen Landesmusikgymnasiums für Musik Carl Maria von Weber Dresden »generation selfie«

9. November 2014 bis 12. April 2015

Selbstdarstellung und Inszenierung der eigenen Person sind heutzutage fester Bestandteil unseres Alltags. Die Spielarten des Selbstwahns begegnen uns in vielfältigen Formen, wobei die Selfies die populärste Form darstellen. Auf verschiedenen Wegen näherten sich die Schüler des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik Carl Maria von Weber Dresden dieser Thematik. Aus den entstandenen Werken konzipierten die Leistungskurse Kunst eine Ausstellung mit dem Titel »Generation Selfie«. Die 8. Ausstellung der Reihe »Malende Musiker – Musizierende Maler« zeigte vorwiegend fotografische Arbeiten und Grafik

VII. Wolfgang Mäder »Reisebilder«

Prof. Wolfgang Mäder »Reisebilder«
Pastelle und Zeichnungen

13. April 2014 bis 30. Oktober 2014

Die mit »Reisebilder« betitelte Ausstellung zeigte werden Arbeiten von Prof. Wolfgang Mäder, in denen der Leipziger Künstler seine Eindrücke verschiedener Reisen u.a. nach Italien aber auch durch verschiedene Regionen Deutschlands und nicht zuletzt Sachsens festgehalten hat. Zu sehen sind Pastelle, die in ihrer zurückhaltenden Farbigkeit eine enorme Intensität erzeugen sowie Zeichnungen, die von einer beglückenden Beobachtungsgabe ihres Urhebers zeugen.

Wolfgang Mäder gehört zur, im Titel der Ausstellungsreihe, erstgenannten Personengruppe – er ist im Hauptberuf Musiker. Geboren in Thüringen studierte Mäder Klarinette an den Hochschulen für Musik in Weimar und später Berlin. Erste Engagements führten ihn in die Staatskapelle Weimar sowie per Lehrauftrag an die dortige Musikhochschule. Von 1982 bis 1995 war er Soloklarinettist am Gewandhausorchester zu Leipzig und seit 1993 ist Wolfgang Mäder Professor für Klarinette an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig. Er nahm erfolgreich an zahlreichen internationalen Musikwettbewerben teil und seine Konzerttätigkeit als Solist, Kammermusiker und Mitglied des Gewandhausorchesters führten ihn nach Japan, Südamerika, in die USA sowie in alle führenden Musikzentren Europas.

VI. Günter Philipp »Klangbilder«

Prof. Günter Philipp »Klangbilder«
5. Oktober 2013 bis 4. April 2014

V. Michael Ernst »Klang-Farben: Bilder zur Musik«

Michael Ernst »Klang-Farben: Bilder zur Musik«

3. März 2013 bis 3. Juni 2013

Michael Ernst stammt aus Leipzig. Nach musikalischer Ausbildung an Trompete, Fagott und Klavier absolvierte er ein Journalistikstudium und war als Kulturjournalist sowie als Pressereferent an der Oper Leipzig bzw. bei den Dresdner Musikfestspielen tätig. Heute lebt er als freiberuflicher Autor und Maler in Dresden und kann auf zahlreiche literarische Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien sowie die eigenen Gedichtbände 2004 »A.« (edition lindhorst) und 2005 »Rabenlatein« (Verlag Die Scheune) zurückblicken.

Die Ausstellung trägt den Titel »Klang-Farben: Bilder zur Musik«. In Farben und Formen setzt sich Michael Ernst mit Klang und Rhythmus auseinander, in Öl und Acryl entsteht auf der Leinwand assoziative Malerei zu musikalischen Themen. Ausstellungen fanden bereits in Leipzig, Dresden, München und Opole statt.

IV. Juliane Schmidt »Fotografische Arbeiten«

Juliane Schmidt »Fotografische Arbeiten«

28. Oktober 2012 bis 22. Februar 2013

Juliane Schmidt, eine junge Künstlerin aus Dresden, die wenige Tagen vor Beginn dieser Ausstellung den Robert-Sterl-Preis für MeisterschülerInnen der Hochschule für Bildende Künste Dresden erhielt, stellte unter dem Titel »Fotografische Arbeiten« aus. Zu ihren Arbeiten sagt die Künstlerin selbst: »Die meisten Fotografien dieser Ausstellung sind keine. Zumindest nicht im fotografischen Sinn eines Abbildes von Vorgefundenem, einer Referenz der Realität. Es sind Ideen, Gedanken und Konzepte, für deren Fixierung sich der Rahmen des Mediums Fotografie eignet und anbietet.«

Im Rahmen der Vernissage war sie auch als Musikerin zu erleben, als sie gemeinsam mit drei weiteren Musikern »Das Ende vom Lied« in einer Fassung für Streichquartett aufführte.

III. Kanaluntersuchung (Frank Maibier & Andreas Winkler) »zweitausendachthundertsechsundfünfzig«

Kanaluntersuchung (Frank Maibier & Andreas Winkler)
»zweitausendachthundertsechsundfünfzig«
Installation zum 100. Geburtstag von John Cage

6. Mai 2012 bis 2. September 2012

Hinter dem Titel zweitausendachthundertsechsundfünfzig verbirgt sich eine Installation zum 100. Geburtstag von John Cage (1912-1992) in den Räumen der Landesmusikakademie. Die beiden Chemnitzer Künstler Frank Maibier und Andreas Winkler arbeiten seit 1995 unter dem Namen »Kanaluntersuchung« als Künstlergruppe zusammen, die in ihren Projekten regelmäßig die Grenzen zwischen Klangkunst, Bildern und Skulptur verschmelzen lassen.

Die Installation zweitausendachthundertsechsundfünfzig nimmt im Jubiläumsjahr den Kontakt zu John Cage, einem der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts, auf. Cage arbeitete sehr universell: als Lyriker, Philosoph, Maler, Happeningkünstler und Komponist ergründete und definierte er den Inhalt von Kunst neu und schuf bahnbrechende, bis heute vielrezipierte und auch diskutierte Werke. In der Installation verschmelzen Texte, Textfragmente und Wörter von John Cage mit denen der Kanaluntersuchung. In Räumen, in denen normalerweise vielerlei Musik entsteht, kann man ein neuartiges, spannend-lyrisches Geflecht von gedanklichen, architektonischen und musikalischen Beziehungen entdecken – Kunst als Einladung zu Neuem.

Zur Vernissage erklang Cages Stück »FOUR« aus dem Jahr 1989, gespielt von einem Streichquartett der Musikschule Chemnitz. In einer anschließenden kurzen Filmsequenz spricht John Cage über Stille und andere Phänomene.

II. Ursula Philipp-Drescher »Heimaten«

Ursula Philipp-Drescher »Heimaten«
Malerei & Grafik

22. Januar 2012 bis 1. Mai 2012

Unter dem ganz persönlichen Titel »Heimaten« waren Gemälde und Grafiken der Dresdnerin Künstlerin Ursula Philipp-Drescher zu sehen. Gegenständliches und Abstraktes, Kühnes und Hintergründiges, teils Imaginäres, teils Reales und immer wieder Musikalisches durchzieht das Schaffen von Ursula Philipp-Drescher. Vielfältige Impressionen und Assoziationen werden in ihren Arbeiten vermittelt und vor allem jüdischen Sujets kommt eine große Bedeutung zu. Die Laudatio zur Vernissage hielt die Görlitzer Kunstwissenschaftlerin Inga Arnold-Geierhos und umrahmt wurde die Vernissage mit Kontrabass- und Tanzimprovisationen.

Ursula Philipp-Drescher wurde in Sangerhausen geboren und begann ihre musikalische Ausbildung und Ausübung bereits in früher Jugend. Von 1966 bis 1970 erhielt sie an der Musikschule in Sangerhausen Gesangsunterricht. Anschließend studierte sie in den Jahren 1970 bis 1972 Gesang an der Leipziger Hochschule für Musik. 1973 erfolgte der Wechsel nach Dresden und neben vielfältigen musikalischen Aktivitäten die verstärkte Hinwendung zur Bildenden Kunst. Sie besuchte von 1974 bis 1976 die Abendschule der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und studierte dort von 1976 bis 1981 Gemälderestaurierung. Seit 1981 ist sie freischaffend als Diplom-Gemälderestauratorin, Malerin und Grafikerin tätig. Seit 1984 hat sie kontinuierlich Personalausstellungen sowie Ausstellungsbeteiligungen in Galerien und Einrichtungen u. a. in Dresden, Leipzig, Chemnitz und Berlin. Neben ihrer bildkünstlerischen und restauratorischen Tätigkeit leitet sie seit mehr als 20 Jahren den Synagogenchor Dresden/Chemnitz und ist der Jüdischen Gemeinde eng verbunden.

I. Eckart Haupt: »Grafiken & Aquarelle«

Prof. Eckart Haupt »Grafiken & Aquarelle«

8. Mai 2011 bis 12. September 2011